Gegründet 1947 Dienstag, 16. Juli 2019, Nr. 162
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 16.01.2010, Seite 16 / Aktion

Noch fehlen acht neue LPG-Mitglieder

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Die XV. Rosa-Luxemburg-Konferenz hatte mehr Besucher, als bisher in der jungen Welt beschrieben: Insgesamt wurden 52 Karten weniger verkauft als im Vorjahr, mehr als 1500 Personen nahmen teil. Bei besserem Wetter wären also noch mehr da gewesen, dafür spricht auch der erfolgreichere Vorverkauf. Die Resonanz ist sehr positiv, auch in diesem Jahr gab es einige Höhepunkte, wie das Live-Telefonat mit Mumia Abu-Jamal. Oder der Auftritt des irischen Liedermachers Pol Mac Adaim und der honduranischen Parlamentsabgeordneten Silvia Ayala. Beide feierten übrigens am Sonntag nachmittag nach der LLL-Demo in Berlin mit der baskischen Delegation und anderen Konferenzteilnehmern in der Pizzeria von italienischen Genossen, wo sie noch lange gemeinsam Arbeiterlieder sangen. Für Referenten und Gäste, aber auch für uns als Veranstalter ist trotz der ganzen Anstrengung dieser Jahresauftakt sehr wichtig. Daß die Konferenz in den bürgerlichen Zeitungen bis hin zur taz ignoriert und in anderen wie dem Neuen Deutschland lediglich am Rande erwähnt wurde, belegt nur zusätzlich, wie dringend notwendig die junge Welt ist. Und es ist auch einer der Gründe, warum wir am Montag nach Konferenz und Demo am Kiosk so viele Zeitungen verkauften wie an allen anderen Tagen des Jahres nicht. Die Konferenz kostet die junge Welt in diesem Jahr etwa 7000 Euro – trotz vieler verkaufter Eintrittskarten, trotz auch materieller Unterstützung durch die Mitveranstalter, trotz der Standgebühr, die wir verlangen müssen, um wenigstens einen Teil der Kosten einzuspielen. Denn bekanntlich wirft die junge Welt keinen Gewinn oder Überschuß ab, mit dem ohne weiteres eine solche Konferenz zu finanzieren wäre. Erfreulich ist, daß die Besucher die Preisstruktur akzeptieren. Wenn es mal Diskussionen gab, reichte der Hinweis, daß jede Eintrittskarte mit gut fünf Euro von der jungen Welt subventioniert wird.

Ein Ziel haben wir am Konferenztag nicht erreicht. Wir wollten am Samstag unseren 1000. Genossen für die Genossenschaft LPG junge Welt eG, der Haupteigentümerin der jungen Welt, aufnehmen. Zwar haben 18 Besucher den Aufnahmeantrag unterschrieben, so viele wie noch nie bei einer Konferenz, es hat aber nicht gereicht: Bis heute fehlen sage und schreibe noch acht ausgefüllte Aufnahmeanträge. Möglichst viele Genossenschaftsanteile und möglichst viele Abonnements ermöglichen uns, die Tageszeitung junge Welt herauszugeben und weiterzuentwickeln. Oder alljährlich die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz durchzuführen. Diese Konferenz ist eine kollektive Leistung von Veranstaltern und Besuchern – deshalb allen Genossinnen und Genossen, allen Helferinnen und Helfern, allen Unterstützern und Gästen ein herzliches Dankeschön. Für die Konferenz 2011 freuen wir uns auf Ihre Hinweise. Und natürlich auch weiterhin über jedes Abo, über jeden Genossenschaftsanteil, womit wir unsere Basis weiter stärken.


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