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Anwalt: Kundus-Opfern auf Dauer helfen

Bremen. Der Anwalt der Opfer des tödlichen Luftangriffs bei Kundus plädiert dafür, die Hinterbliebenen nicht in bar, sondern in Form von Projekthilfe zu entschädigen. Besonders Witwen und Waisenkinder sollen so langfristig abgesichert werden, sagte der Bremer Jurist Karim Popal der Nachrichtenagentur DAPD am Dienstag. Die Entschädigung solle angemessen sein, sagte er. Einen Betrag wollte er nicht nennen. Witwen seien in Afghanistan vielen Menschrechtsverletzungen ausgesetzt und dürften sich nicht frei bewegen. Es sei zu befürchten, daß sie Bargeld nicht behalten dürften. Mit der Entschädigungssumme sollten lieber Projekte finanziert werden, in denen sie arbeiten und ihren Lebensunterhalt langfristig sichern können. Nach Popals Recherchen sollen 137 zivile Opfer gestorben, 20 verletzt und 22 weitere verschollen sein.

(APD/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2009, Seite 1, Inland

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