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Fußball-Randspalte

Ohne Seele

Bonn. DFB-Teammanager Oliver Bierhoff hat sich im Handelsblatt vom Mittwoch für Gehaltsobergrenzen im Profifußball ausgesprochen (»Ich bin Befürworter einer europaweiten Regelung«) und gegen die 50+1-Regel, nach der nie mehr als 49 Prozent eines deutschen Profiklubs zum Verkauf stehen. Würde mehr verhökert, wäre nach Bierhoffs Ansicht »die Seele des Fußballs nicht verkauft«. Leuchtende Beispiele seien Dietmar Hopp, der Bayer- und der VW-Konzern. (sid/jW)

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Jerez. Der ehemalige deutsche Nationalspieler Bernd Schuster wird nicht Besitzer des spanischen Erstligisten Deportivo Xerez. Der 49jährige hatte Ende vergangener Woche ein Drei-Millionen-Euro-Angebot abgegeben, um die Aktienmehrheit beim Tabellenletzten der Primera Division zu übernehmen. Der Klub aus der Stadt Jerez de la Frontera hat sich nun für eine Unternehmensgruppe aus Argentinien entschieden. Schuster trainierte Xerez von 2001 bis 2003 in der zweiten Liga. (sid/jW)

Der Wahnsinn

Trier. Mario Basler, Exnationalspieler und heute Trainer des Regionalligisten Eintracht Trier, hat sich in Sport Bild dazu geäußert, daß Wettpaten in abgehörten Telefongesprächen erwogen haben sollen, ihm manipulationswillige Spieler zu verkaufen: »Diese Information ist überraschend für mich und der Wahnsinn. Jetzt kannst du keinem mehr vertrauen. Bringt dir nun ein unbekannter Berater einen Topspieler vorbei, kenne ich dessen Hintergründe nicht. Mit einem Mal habe ich einen Spieler der Wettmafia im Team.« Basler wirbt seit geraumer Zeit für einen Wettanbieter. Neulich hatte er nichts daran finden wollen, auf einen Sieg seines Teams zu setzen. Das ist nach den DFB-Statuten allerdings verboten. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2009, Seite 16, Sport

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