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Wandsbeks Beil

Heute läuft in der jW-Ladengalerie in der Reihe »Antifaschistischer Film in der DDR« der Debütfilm von Falk Harnack aus dem Jahre 1951: »Das Beil von Wandsbek«. Die Verfilmung des Romans von Arnold Zweig mit Erwin Geschonneck war der erste Film der DEFA, der verboten wurde. Obwohl ein großer Publikumserfolg, wurde der Film nach einem Monat aus dem Verleih gezogen, da Diskussionen aufkamen, ob er nicht zu viel Mitleid für einen faschistischen Mörder evoziere. Harnack ging dann 1952 nach Westberlin und konnte so für die DEFA nicht mehr wie vorgesehen »Der Untertan« drehen. Das erledigte Wolfgang Staudte, der für »Das Beil von Wandsbeck« das Drehbuch verfaßt hatte. Über die genauen Umstände unterhält sich anschließend Angelika Nguyen mit der Filmwissenschaftlerin Christiane Mückenberger, die Anfang der 90er Jahre die Leipziger Dokfilmwoche leitete.

(jW)

heute, 19 Uhr, jW-Laden­galerie, Torstr. 6, Berlin, Eintritt frei

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.12.2009, Seite 12, Feuilleton

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