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12.11.2009
- → Sport
Olympia: Von sich aus
München. Die olympischen Winterspiele 2018 sollen in
München stattfinden. Am Mittwoch hat der Stadtrat über
das »Mini Bid Book« abgestimmt, eine Hochglanzmappe der
Bewerbungsgesellschaft. Nur vier von 81 Stadräten waren nach
zweistündiger Diskussion im Großen Sitzungssaal dagegen,
daß die Mappe fristgemäß (15.3.2010) beim
Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht wird. Es
handelte sich um die Abgeordneten der Linken (drei) und der
Bayernpartei (eins).
»Wir haben die nächste Hürde genommen«, sagte SPD-Oberbürgermeister Christian Ude, und spürte »Rückenwind«. Die Kosten der Winterspiele werden im Bewerbungsbüchlein auf 2,9 bis 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Um die 1,1 Milliarden sollen im Stadgebiet investiert werden, 435 Millionen davon aus Steuergeldern. Das Bewerbungsbudget bis zur Vergabe der Spiele im Sommer 2011 ist mit 29,7 Millionen Euro angegeben.
Gegenüber dem IOC verpflichtet sich München mit dem Stadtratsbeschluß zur »Abgabe von Garantien für verbindliche Verpflichtungen in noch nicht bekanntem Umfang und Ausmaß«. OB Ude sagt: »Von sich aus würde keine Stadt der Welt das übernehmen, aber wenn man sich bewerben will, ist das Bedingung. Selbst Obama und Putin haben das akzeptieren müssen. Wir können uns kein anderes IOC machen.«
Der Kreistag des Berchtesgadener Landes hatte das »Mini Bid Book« bereits am Montag durchgewunken. Gegenwind kommt aus Garmisch-Partenkirchen, wo die CSU-Fraktionschefin Elisabeth Koch ein Ratsbegehren beantragt hat. Das könnte zu einem Bürgervotum über Olympia führen. Es bräuchte die Bestätigung des Innenministeriums.
Koch hat »nichts gegen Olympia«, nur etwas gegen den »Freibrief« ans IOC. Daß man sich an der Zugspitze für wichtiger als Obama und Putin hält, ist Ude unverständlich: »Man kann nicht jahrelang Beschlüsse mittragen und jetzt ein Ratsbegehren machen. Dafür ist es einfach zu spät.« Der am Freitag neuverpflichtete Olympia-Geschäftsführer soll nun die Wogen im CSU-Ortsverband glätten. Er heißt Willy Bogner.
(sid/jW)
»Wir haben die nächste Hürde genommen«, sagte SPD-Oberbürgermeister Christian Ude, und spürte »Rückenwind«. Die Kosten der Winterspiele werden im Bewerbungsbüchlein auf 2,9 bis 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Um die 1,1 Milliarden sollen im Stadgebiet investiert werden, 435 Millionen davon aus Steuergeldern. Das Bewerbungsbudget bis zur Vergabe der Spiele im Sommer 2011 ist mit 29,7 Millionen Euro angegeben.
Gegenüber dem IOC verpflichtet sich München mit dem Stadtratsbeschluß zur »Abgabe von Garantien für verbindliche Verpflichtungen in noch nicht bekanntem Umfang und Ausmaß«. OB Ude sagt: »Von sich aus würde keine Stadt der Welt das übernehmen, aber wenn man sich bewerben will, ist das Bedingung. Selbst Obama und Putin haben das akzeptieren müssen. Wir können uns kein anderes IOC machen.«
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Der Kreistag des Berchtesgadener Landes hatte das »Mini Bid Book« bereits am Montag durchgewunken. Gegenwind kommt aus Garmisch-Partenkirchen, wo die CSU-Fraktionschefin Elisabeth Koch ein Ratsbegehren beantragt hat. Das könnte zu einem Bürgervotum über Olympia führen. Es bräuchte die Bestätigung des Innenministeriums.
Koch hat »nichts gegen Olympia«, nur etwas gegen den »Freibrief« ans IOC. Daß man sich an der Zugspitze für wichtiger als Obama und Putin hält, ist Ude unverständlich: »Man kann nicht jahrelang Beschlüsse mittragen und jetzt ein Ratsbegehren machen. Dafür ist es einfach zu spät.« Der am Freitag neuverpflichtete Olympia-Geschäftsführer soll nun die Wogen im CSU-Ortsverband glätten. Er heißt Willy Bogner.
(sid/jW)
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