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Plädoyer im Dresdner Mordprozeß

Dresden. Die Staatsanwaltschaft hat im Prozeß um die im Gerichtssaal erstochene Ägypterin Marwa El-Sherbini eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Oberstaatsanwalt Frank Heinrich sagte am Montag vor dem Dresdner Landgericht, der 28jährige Angeklagte habe die Tat in dem Gerichtssaal regelrecht inszeniert. Motiv der feigen und brutalen Messerattacke sei ein »unbändiger, ungebremster Ausländerhaß« gewesen. Die 31jährige schwangere Frau wurde vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes niedergestochen, nachdem sie als Zeugin in einem Beleidigungsprozeß gegen den aus dem russischen Perm stammenden Spätaussiedler ausgesagt hatte. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2009, Seite 4, Inland

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