1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Gegründet 1947 Donnerstag, 17. Juni 2021, Nr. 138
Die junge Welt wird von 2552 GenossInnen herausgegeben
1.000 Abos für die Pressefreiheit! 1.000 Abos für die Pressefreiheit!
1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Aus: Ausgabe vom 05.11.2009, Seite 3 / Schwerpunkt

Reaktionen: Empörung und Krokodilstränen

Politikerzitate zum Entschluß von General Motors, die Europatochter Opel/Vauxhall nicht zu verkaufen und in eigener Regie zu sanieren:

»Die Art des Umgangs mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist eigentlich nicht akzeptabel.«
Regierungssprecher Ulrich Wilhelm

»Ein solcher Umgang mit den Arbeitnehmern acht Wochen vor Weihnachten ist in keiner Weise hinnehmbar.«
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle

»Dieses Verhalten von General Motors zeigt das häßliche Gesicht des Turbokapitalismus.«
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU)

»Wir haben Hilfsbereitschaft in einer Form und Höhe gezeigt, wie es sie noch nie gegeben hat.«
Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU)

»Neelie Kroes hat den Deal zerstört.«
Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer

»Wir hoffen, daß die Wirtschaft über die Politik die Oberhand behält und daß unser Werk – das beste Opel-Werk in Europa – die schweren Zeiten übersteht und sich weiterentwickelt.«
Der stellvertretende Chef der Gewerkschaft Solidarität im Werk Gliwice, Miroslaw Rzezniczek

»Die Entscheidung ist eine Zumutung für die Beschäftigten von Opel, die unvorstellbaren Belastungen ausgesetzt sind. GM hat kein eigenes Konzept.«
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD)

»Die russische Autmobilindustrie hat auch ohne Opel genügend Probleme. Unsere Autobauer haben jetzt gewisse Entwicklungsperspektiven.«
Rußlands Vizeregierungschef Alexander Schukow

»Wir verstehen, daß der Verwaltungsrat zu dem Schluß gekommen ist, daß es im besten Interesse von GM ist, Opel zu behalten.«
Magna-Vizechef Siegfried Wolf
Quellen: AP/Ria-Nowosti

Mehr aus: Schwerpunkt