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Putschisten verzögern Rückkehr Zelayas

Tegucigalpa. Die Putschisten in Honduras verzögern weiter eine Wiedereinsetzung des gestürzten Staatschefs Manuel Zelaya. Parlamentspräsident José Alfredo Saavedra sagte, er wolle zunächst ein Gespräch mit dem Obersten Gericht führen und erst danach über das weitere Vorgehen entscheiden. Am Dienstag sollte zunächst nur die Führung des Parlaments zusammenkommen.

Unterdessen haben Frauenorganisationen einen Bericht vorgelegt, in dem sie mehr als 400 Übergriffe gegen Frauen durch das Putschistenregime dokumentieren. Dazu gehören Fälle von Beschimpfungen bis hin zu Schlägen, Entlassungen und sexueller Gewalt. Zwei Frauen starben in Folge der Übergriffe gegen die Widerstandsbewegung, mindestens sieben Frauen wurden von Polizisten und Soldaten vergewaltigt. (PL/AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2009, Seite 1, Ausland

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