-
02.11.2009
- → Inland
Kundus-Massaker: Berlin machte Druck auf NATO
Berlin. Die Bundesregierung hat nach Informationen des Spiegel die
NATO zu einer zurückhaltenden Beurteilung des Luftangriffs auf
zwei Tanklaster im afghanischen Kundus gedrängt. Trotz Fehlern
des deutschen Oberst Georg Klein habe Berlin sich gegen eine
deutliche Verurteilung im Untersuchungsbericht zu der Bombardierung
gewandt, berichtet das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe.
Klein hatte am 4. September den Einsatz befohlen, bei dem bis zu 117 Menschen, darunter viele Zivilisten, zum Teil bei lebendigem Leib verbrannten. Laut NATO-Bericht habe Klein sich nicht an das Einsatzverfahren gehalten.(AFP/jW)
Klein hatte am 4. September den Einsatz befohlen, bei dem bis zu 117 Menschen, darunter viele Zivilisten, zum Teil bei lebendigem Leib verbrannten. Laut NATO-Bericht habe Klein sich nicht an das Einsatzverfahren gehalten.(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
