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Der Mann für das Öffentliche

Düsseldorf. »Zur Geschichte der Geschlechterdifferenz oder: Wie das Bürgertum den Geschlechtsunterschied erfand« ist der Titel einer Diskussionsveranstaltung der Genderwerkstatt der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW am 10. November in Düsseldorf. Es referiert Dr. Friederike Kuster vom Netzwerkfrauenforschung NRW. Obwohl die politische Aufklärung den Menschen aus allen natürlich begründeten Herrschaftsverhältnissen emanzipiert habe, seien mit der Revolution von 1789 Bürgerlichkeit als Privatautonomie und politische Partizipation weiterhin Männern vorbehalten geblieben, heißt es in der Einladung. »Bürgerlichkeit realisiert sich zwiefältig: als weibliche Zuständigkeit für die Dimension des Privaten und als männliche für das Öffentliche«, heißt es weiter. Die Veranstaltung soll aufzeigen, daß die immer noch aktuelle Diskussion über die Geschlechtercharaktere aus der Aufklärung über ihren ideengeschichtlichen Ursprung lange und zähe historische Wurzeln hat. (jW)

Dienstag, 10. November, 19Uhr: Vortrag und Diskussion mit Dr. Friederike Kuster, Sp-Saal der Universität Düsseldorf,www.rls-nrw.de

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2009, Seite 15, Feminismus

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