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Mehr Soldaten erst nach Weihnachten

Bratislava. Die NATO hat sich am Freitag in der Slowakei nicht auf die Entsendung von mehr Soldaten für ihre Besatzungstruppen in Afghanistan einigen können. Auch die Bundesregierung will eine mögliche Erhöhung der Obergrenze von 4500 Soldaten erst nach einer geplanten Afghanistan-Konferenz Ende des Jahres »prüfen«. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) schloß die Entsendung zusätzlicher Soldaten nach Afghanistan »bis mindestens zum Jahresende« aus. Die Bundeswehr ist mit derzeit gut 4300 Soldaten nach den USA und Großbritannien drittgrößter Truppensteller.

Über eine Aufstockung der Kontingente müsse die Allianz später entscheiden, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach den zweitägigen informellen Beratungen der 28 Mitgliedsländer in der Hauptstadt Bratislava. »Die Strategie zuerst, Truppenzahlen später«, betonte der Däne. Der niederländische Verteidigungsminister Eimert van Middelkoop sagte, es sei »weise«, vor einer Entscheidung die Präsidentschaftsstichwahl in Afghanistan am 7. November abzuwarten. Stanley McChrystal, der Oberkommandeur der Internationalen Afghanistan-Truppe (ISAF), hatte vor dem NATO-Rat seine Forderung nach bis zu 40000 zusätzlichen Soldaten bekräftigt. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.10.2009, Seite 2, Ausland

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