-
05.10.2009
- → Ausland
Argentinien: Journalist in Suizid getrieben
Buenos Aires. Nach Morddrohungen gegen seine Kinder hat der Chef
einer privaten Presseagentur in der argentinischen Provinz
Corrientes Selbstmord begangen. Wenige Tage nach der
Veröffentlichung eines Berichts über die
Korruptionsaffären eines Oppositionspolitikers habe sich
Hernan Gonzalez Moreno in seinem Wagen erschossen, teilte die
Provinzregierung am Freitag auf ihrer Internetseite mit. Seit der
Veröffentlichung seiner Recherchen sei der 28jährige von
der Mafia bedroht worden. Diese habe ihn gewarnt, sie würde
seine beiden kleinen Kinder töten, wenn er sich nicht
umbringe.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
