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BRD zahlt 2000 Euro pro Bombenopfer

Berlin. Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben die Angehörigen der Opfer, die in Afghanistan bei einem Luftangriff auf zwei Tanklaster ums Leben kamen, mit jeweils 2000 Euro entschädigt. Nach seiner Kenntnis sei das Geld nicht von der Bundeswehr gekommen, sagte Ministeriumssprecher Thomas Raabe am Mittwoch in Berlin. Er wisse nicht, ob bei den Zahlungen zwischen »womöglich zivilen Opfern« und Taliban-Kämpfern unterschieden worden sei. Pro Verletztem wurden Raabe zufolge 1000 Euro gezahlt. Nach afghanischen Angaben waren am 4. September bei dem Angriff 99 Menschen getötet worden, darunter mindestens 30 Zivilisten.

Für 99 Tote würde sich die Gesamtentschädigung auf knapp 200000 Euro belaufen. Das ist ein Sechstel der Summe, die die Bundeswehr 2009 nur für Radiowerbung ausgibt. Sollten nur die 30 zivilen Todesfälle entschädigt worden sein, entspräche die Gesamtsumme nicht einmal den Reparaturkosten für eine defekte Panzerkette.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2009, Seite 1, Inland

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