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Guinea: Diktator verordnet Staatstrauer

Conakry. Der Militärherrscher von Guinea hat eine zweitägige Staatstrauer angeordnet, nachdem seine Truppen gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen waren. In den Straßen der Hauptstadt Conakry wurden Fahnen auf Halbmast gesetzt. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bei der Niederschlagung der Demonstration 157 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt. Augenzeugen berichteten, daß Frauen auf der Straße von Soldaten vergewaltigt worden seien.

Hauptmann Moussa »Dadis« Camara trat am Dienstag abend im Staatsfernsehen des westafrikanischen Landes auf und beschuldigte die Opposition, bei der Demonstration am Montag unverantwortlich gehandelt zu haben. Zugleich verbot er alle Versammlungen und Demonstrationen. Den Familien der Verletzten und Toten werde eine staatliche Unterstützung gezahlt, versprach Camara.
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Der Hauptmann hatte sich im Dezember vergangenen Jahres nach dem Tod des langjährigen Machthabers Lansana Conté an die Macht geputscht.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2009, Seite 6, Ausland

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