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18.09.2009
- → Inland
Kostenexplosion bei Arzneimitteln
Berlin. Der Kostenanstieg für Arzneimittel in der gesetzlichen
Krankenversicherung ist ungebrochen. Im Jahr 2008 stiegen die
Ausgaben in Deutschland um 5,3 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro,
wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten
Arzneimittel-Report hervorgeht. Gründe seien vor allem im
internationalen Vergleich überteuerte neue Medikamente sowie
die noch immer gängige Verordnung von Präparaten ohne
therapeutischen Nutzen, sagte der Heidelberger Professor und
Herausgeber Ulrich Schwabe. Die Studie beziffert das
Einsparpotential auf 3,4 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr drohe
eine erneute Kostenexplosion, so der Vorstandsvorsitzende des
AOK-Bundesverbands, Herbert Reichelt. Der Arzneimittel-Report
basiert auf 723 Millionen Verordnungen, die im vergangenen Jahr von
rund 135000 Ärzten ausgestellt wurden.(ddp/jW)
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