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Kostenexplosion bei Arzneimitteln

Berlin. Der Kostenanstieg für Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung ist ungebrochen. Im Jahr 2008 stiegen die Ausgaben in Deutschland um 5,3 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Arzneimittel-Report hervorgeht. Gründe seien vor allem im internationalen Vergleich überteuerte neue Medikamente sowie die noch immer gängige Verordnung von Präparaten ohne therapeutischen Nutzen, sagte der Heidelberger Professor und Herausgeber Ulrich Schwabe. Die Studie beziffert das Einsparpotential auf 3,4 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr drohe eine erneute Kostenexplosion, so der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Herbert Reichelt. Der Arzneimittel-Report basiert auf 723 Millionen Verordnungen, die im vergangenen Jahr von rund 135000 Ärzten ausgestellt wurden.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.09.2009, Seite 5, Inland

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