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Libanon: Radioaktives Material ausgeflogen

Wien. Angesichts der instabilen politischen Lage im Libanon hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) radioaktives Material aus dem Land ausgeflogen. Bereits am 30. August sei ein Flugzeug mit 36 Cobalt-60-Quellen an Bord sicher in Rußland gelandet, hieß es am Freitag auf der Internetseite der IAEA. Das Material stamme aus einem Bestrahlungsapparat für ein aufgegebenes Landwirtschaftsprojekt und könne für Menschen innerhalb von Minuten eine tödliche Wirkung haben. »Angesichts der politischen Lage im Nahen Osten und vor allem im Libanon haben wir die Quelle als gefährdet betrachtet«, erklärte ein IAEA-Vertreter. Aus diesem Grund sei der Abtransport schon im Jahr 2006 geplant gewesen. Er war damals aber nicht möglich, weil die israelische Armee den Flughafen im Libanon bombardierte.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2009, Seite 1, Ausland

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