Zum Inhalt der Seite

Irak: Todesurteile nach Bankraub

Bagdad. Rund fünf Wochen nach dem Millionenbankraub mit acht Toten in Bagdad hat ein Gericht vier Mitglieder der Sicherheitskräfte zum Tode verurteilt. Ein fünfter Angeklagter wurde am Mittwoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Fall ist von besonderer politischer Brisanz, weil mindestens einer der mutmaßlichen Täter Verbindungen zum irakischen Vizepräsidenten Adel Abdul Mahdi hat. Die Bankräuber überfielen am frühen Morgen des 28. Juli eine Filiale der Rafidain-Bank und töteten acht Wachleute. Nach Angaben des Bankdirektors entwendeten die Täter 5,6 Milliarden irakische Dinar (3,4 Millionen Euro).(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 03.09.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!