Zum Inhalt der Seite

Peru: Tote aus Massengrab bestattet

Lima. Ein Vierteljahrhundert nach ihrem Tod sind am Samstag in Peru die Opfer eines der schlimmsten Massaker in der Geschichte des Landes feierlich beigesetzt worden. Die Überreste von 92 Menschen, unter ihnen 38 Kinder, waren 2008 in einem Massengrab in dem Bergdorf Putis im Südosten der Anden gefunden worden. Die Bauern und ihre Familien wurden nach Angaben der peruanischen Kommission für Wahrheit und Versöhnung am 13. Dezember 1984 von Militärs ermordet. Die Präsidentin des Vermittlungsgremiums Defensoria del Pueblo, Beatriz Moreno, bezeichnete es in einer Erklärung als nicht akzeptabel, daß wegen des Massakers bislang keine einzige Anklage erhoben wurde.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!