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Schweden soll Artikel verurteilen

Jerusalem. Im Streit um einen Zeitungsartikel über den angeblichen Handel mit Organen toter Palästinenser hat Israel die schwedische Regierung scharf kritisiert. Israel habe das Gefühl, daß die Regierung in Stockholm die Meinungsfreiheit als »bequemen Vorwand« nehme, um nicht den in dem Artikel zum Ausdruck kommenden Antisemitismus verurteilen zu müssen, erklärte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums am Samstag. Der in der schwedischen Zeitung Aftonbladet am vergangenen Montag erschienene Bericht hatte der israelischen Armee vorgeworfen, die Organe von getöteten Palästinensern verkauft zu haben.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe bei einer Kabinettssitzung am Sonntag erklärt, er erwarte keine Entschuldigung für den Artikel, sondern eine Verurteilung, verlautete aus Teilnehmerkreisen. Der schwedische Außenminister Carl Bildt hat israelische Forderungen nach einer offiziellen Verurteilung bereits zurückgewiesen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.08.2009, Seite 6, Ausland

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