-
20.08.2009
- → Feuilleton
Giacomettis Reichsgraf
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das
baden-württembergische LKA haben am Mittwoch mitgeteilt,
daß ein geheimes Lager mit rund 1000 gefälschten
Kunstwerken des Bildhauers Alberto Giacometti (1901–1966)
ausgehoben wurde. Drei Verdächtige wurden festgenommen,
darunter ein 59jähriger in Frankfurt/Main. Er soll sich als
»Reichsgraf« ausgegeben und die Fälschungen auf
dem Markt zu Preisen in zweistelliger Millionenhöhe angeboten
haben. Den Angaben zufolge befanden sich in dem Lager rund 1000
gefälschte Bronzen und Gipsarbeiten des Schweizer
Künstlers sowie gefälschte Herkunfts- und
Echtheitszertifikate. Durchsuchungen gab es in Mannheim, Mainz,
Schwerin, im Großraum München und in Magdeburg. Der
59jährige soll vor Interessenten die Legende aufgebaut haben,
er sei ein Freund des Bruders von Alberto Giacometti, Diego,
gewesen und habe von diesem die Skulpturen aus einem vor Erben
geheim gehaltenen Fundus übernommen.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
