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Giacomettis Reichsgraf

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das baden-württembergische LKA haben am Mittwoch mitgeteilt, daß ein geheimes Lager mit rund 1000 gefälschten Kunstwerken des Bildhauers Alberto Giacometti (1901–1966) ausgehoben wurde. Drei Verdächtige wurden festgenommen, darunter ein 59jähriger in Frankfurt/Main. Er soll sich als »Reichsgraf« ausgegeben und die Fälschungen auf dem Markt zu Preisen in zweistelliger Millionenhöhe angeboten haben. Den Angaben zufolge befanden sich in dem Lager rund 1000 gefälschte Bronzen und Gipsarbeiten des Schweizer Künstlers sowie gefälschte Herkunfts- und Echtheitszertifikate. Durchsuchungen gab es in Mannheim, Mainz, Schwerin, im Großraum München und in Magdeburg. Der 59jährige soll vor Interessenten die Legende aufgebaut haben, er sei ein Freund des Bruders von Alberto Giacometti, Diego, gewesen und habe von diesem die Skulpturen aus einem vor Erben geheim gehaltenen Fundus übernommen.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2009, Seite 12, Feuilleton

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