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20.08.2009
- → Feuilleton
Mozarts Rachen
Wolfgang Amadeus Mozart könnte nach einer Studie an den Folgen
einer schweren Rachenentzündung gestorben sein. Der
Miterfinder von Schlager, Kulturindustrie und Serienproduktion
könne Ende 1791 Opfer einer »kleinen Epidemie« von
Pharyngitis geworden sein, die Wien heimgesucht habe, heißt
es in einem Bericht für das Fachblatt Annals of Internal
Medicine. Laut Zeitzeugen habe Mozart eine Entzündung mit
Fieber gehabt. Er habe dabei eine starke Schwellung im Hals
entwickelt sowie Krämpfe, Fieber und einen Ausschlag. Dies
seien typisch Symptome von Pharyngitis, die zu einer akuten
Nierenentzündung führen könne. Der
niederländische Forscher Richard Zegers von der
Universtität Amsterdam und Kollegen stützen sich bei
ihrer These auf das Todesregister von Wien in den Monaten um das
Ableben des Musikgenies im Alter von 35 Jahren. Damals habe es
viele ähnliche Fälle gegeben. Laut seinem Totenschein
starb Mozart an »hitzigem Frieselfieber«, wie es in dem
Bericht heißt. Dies sei aber kein medizinisch feststehender
Begriff, sondern umschreibe eher die Symptome aus Fieber und
Ausschlag. Laut seiner Schwägerin Sophie Haibel sei die
Schwellung im Hals Mozarts so stark gewesen, daß er sich im
Bett nicht mehr umdrehen konnte. Über Mozarts Tod wird seit
Jahrhunderten spekuliert. Neben einer Vergiftung durch seinen
Rivalen Antonio Salieri tippten Experten unter anderem auf
Rheumatisches Fieber, Syphilis oder die Parasitenkrankheit
Trichinellose.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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