Zum Inhalt der Seite

Protest gegen CCS-Pilotanlage

Berlin. Anläßlich der Einweihung einer Pilotanlage im RWE-Braunkohlenkraftwerk Niederaußem hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Dienstag vor der CO2-Abscheidung und Lagerung, der sogenannten CCS-Technologie, als »energiepolitischem Irrweg und Subventionsmaschine für Energiekonzerne« gewarnt. Aktivisten des BUND und des Aktionsbündnisses »Leben ohne Braunkohle« protestierten vor dem Kraftwerk und forderten den Stopp der umstrittenen Technik. Die Entwicklung von CCS werde von der Bundesregierung massiv subventioniert, obwohl die Technologie ökologisch und wirtschaftlich höchst fragwürdig sei, hieß es in einer Erklärung. »Anstatt Milliarden für diese Alibitechnik für Großkraftwerke zu verschwenden, sollte in umweltfreundliche Energien, in Energieeffizienz und das Energiesparen investiert werden«, fordert der BUND.(PI/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2009, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!