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Klassiker gestorben

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Peter Dittrich, einer der bedeutendsten Karikaturisten der DDR, am 10. August im Alter von 78 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Bis 1993 erschienen seine Zeichnungen im Eulenspiegel, den er mitgegründet hatte. Danach lebte er zurückgezogen in Petershagen bei Berlin. Im Städtischen Museum Zeulenroda sind zur Zeit Arbeiten von ihm zu besichtigen. »Eulenspiegel – Klassiker der ostdeutschen Karikatur« heißt die Wanderausstellung, zu der ein gleichnamiger Katalog erschienen ist. Bekannt war Ditt­rich als akkurater Zeichner bedrohlicher Kriegsmaschinerien. Er zog die großen Übel des Kapitalismus durch den Kakao, die Ungerechtigkeit, die Dummheit, die Gier. Mit genauso großer Liebe für skurrile Details schilderte er alltägliche Unzulänglichkeiten. Unvergessen sind seine Blätter aus Datschen und Schrebergärten der DDR. Tolle »Wimmelbilder« hat er gemalt. Er hat für Trickfilme gezeichnet, Drehbücher für populärwissenschaftliche TV-Reihen geschrieben und eine Vielzahl von Büchern illustriert. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2009, Seite 13, Feuilleton

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