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VW-Aufsichtsrat nimmt Porsche auf

Wolfsburg. Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat am Donnerstag der Aufnahme von Porsche als zehnte Marke in den VW-Konzern zugestimmt. Das verlautete aus Aufsichtsratskreisen in Wolfsburg. Direkt im Anschluß kam der Porsche-Aufsichtsrat zusammen, um ebenfalls über die Fusion zu beschließen. Schon vor den Sitzungen der Kontrollgremien hatte es geheißen, Volkswagen werde zunächst das halbe operative Geschäft von Porsche übernehmen. Später sollen die Hersteller verschmolzen werden. Der neue Konzern soll den früheren Angaben zufolge bis 2011 stehen. Die Neuordnung war nötig geworden, weil Porsche sich beim Kauf von VW übernommen und eine Schuldenlast von zehn Milliarden Euro angehäuft hatte.

In einer Grundlagenvereinbarung sollten noch weitere Punkte geregelt werden. Unter anderem würden die Rechte des Landes Niedersachsen bei VW festgeschrieben. Dazu gehört die 20prozentige Sperrminorität und zudem ein Entsenderecht für zwei VW-Aufsichtsräte. Damit will Niedersachsen seine Macht bei VW sichern, auch wenn irgendwann das VW-Gesetz fallen sollte.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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