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Rekordschmelze

Washington. Die arktische Eisdecke ist im Juli drastisch geschmolzen. Im Tagesdurchschnitt verflüssigten sich etwa 106000 Quadratkilometer. Alle drei Tage verschwand eine Eisdecke von der Größe Deutschlands. Es könnte in diesem Jahr weniger arktisches Eis geben als beim bisherigen Rekordminium von 2007 (4,3 Mio. Quadratkilometer), teilte das US-Institut für Schnee- und Eisdaten (NSIDC) mit. Während die Temperaturen im letzten Jahrhundert weltweit im Schnitt um etwa 0,6 Grad angestiegen sind, war die Erwärmung in der Arktis mehr als doppelt so hoch. Wissenschaftler führen das fast gänzlich auf Treibhausgasemissionen zurück. Die US-Behörde zur Überwachung der Ozean- und Atmosphärenqualität (NOAA) hat im April prognostiziert, daß der arktische Sommer schon binnen 30 Jahren fast gänzlich eisfrei sein könnte – und nicht wie ursprünglich erwartet erst Ende des Jahrhunderts.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.08.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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