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EADS-Manager unter Insiderverdacht

Paris. Nach Ermittlungen der Pariser Börsenaufsicht AMF haben sich sieben ehemalige oder amtierende Führungsmanager von EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) im Zuge der Pannen um den A380-Großraumjet der Tochtergesellschaft Airbus des Insiderhandels schuldig gemacht. Mit Wissen um weitere Verzögerungen sollen sie umfangreiche Aktienpakete verkauft haben, bevor die Öffentlichkeit informiert worden sei. Dies geht aus dem Ermittlungsbericht der AMF hervor, den die AP am Dienstag einsehen konnte. Unter den sieben Beschuldigten ist auch Andreas Sperl, früherer Finanzvorstand des Europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns und zur Zeit Leiter der zum EADS-Konzern gehörenden Elbe Flugzeugwerke in Dresden. Exkonzernchef Noel Forgeard und dessen Vize Jean-Paul Gut stehen ebenfalls auf der Liste. Die Börsenaufsicht könnte Geldstrafen von bis zu 1,5 Millionen Euro verhängen.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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