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Repariert

Ein Teil der durch Rißbildung erheblich beschädigten Fenster des Kölner Doms soll mit neuartigen Methoden restauriert werden. Dafür stellt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) 120 000 Euro zur Verfügung. Die Maßnahme dient dem sogenannten Welter-Zyklus. Der durch den Kölner Glasmaler Michael Welter gefertigte, ursprünglich 28 Fenster mit 112 Figuren umfassende Glasmalereizyklus des Doms war im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden. Erhalten sind die Standfiguren aus 13 Fenstern, von denen einige ein erhebliches Schadensbild aufweisen. Diese umfangreichen Rißmuster an historischen Gläsern werden von Experten Craqueléschäden genannt. Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner betonte, daß es sich dabei um ein wenig erforschtes konservatorisches Problem handele. Betroffen seien insbesondere Glasmalereien des 19. Jahrhunderts. Zur konservatorischen Behandlung von Craqueléschäden gebe es derzeit kein angemessenes Verfahren. Mit den Mitteln der BDU sollen nun innovative Restaurierungsmaterialien und -methoden erprobt und schließlich bei einem Teil des Welter-Zyklus angewendet werden. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2009, Seite 12, Feuilleton

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