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Mainzer OB unter Korruptionsverdacht

Mainz/Koblenz. Privathaus und Büros des Mainzer Oberbürgermeisters Jens Beutel (SPD) sind am Dienstag morgen wegen des Verdachts der Untreue und Vorteilsannahme durchsucht worden. Wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte, wurden darüber hinaus die Wohnungen und Büros des ehemaligen Chefs der kommunalen Mainzer Wohnungsbaugesellschaft (Wohnbau), Rainer Laub, sowie eines weiteren Geschäftsmanns durchsucht. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Hund sagte, soll Laub bei der Wohnbau riskante Spekulationsgeschäfte veranlaßt haben. Diese seien in den Bilanzen nicht ordnungsgemäß ausgewiesen worden. Zudem soll der ehemalige Wohnbau-Chef den Mainzer OB und dessen Ehefrau zu einer privaten Reise an den Tegernsee eingeladen, die Kosten aber mit dem Unternehmen abgerechnet haben. Beutel soll auch von dem beschuldigten Mainzer Geschäftsmann, der in Kooperation mit einer städtischen Gesellschaft einen Wohnpark entwickeln soll, Vorteile angenommen haben, zum Beispiel Ticket- und Hotelkosten für kulturelle Veranstaltungen. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.06.2009, Seite 5, Inland

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