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Osten weniger von Krise betroffen

Berlin. Ostdeutschland ist von der Wirtschaftskrise in geringerem Umfang betroffen als der Westen. Ursache dafür könnte sein, daß die mittelständisch geprägte Wirtschaft des Ostens weniger exportabhängig sei als die im Westen, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD/Foto) am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Jahresberichts der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit. Dennoch seien mangelnde Wirtschaftskraft, überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit sowie die Abwanderung junger Menschen in Ostdeutschland weiterhin problematisch. Die Opposition äußerte Zweifel an Tiefensees positiver Darstellung. Die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, nannte die Bilanz »ernüchternd«. Ein Hoffnungszeichen seien allein die Entwicklungen bei den Erneuerbaren Energien. Der Ost-Koordinator der Linksfraktion, Roland Claus, bezeichnete den Bericht als »Eingeständnis des Scheiterns der bisherigen Politik der Bundesregierung«. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.06.2009, Seite 1, Inland

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