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02.06.2009
- → Kapital & Arbeit
SPD will auch Arcandor retten
Berlin. Nach dem Autobauer Opel will die SPD jetzt auch den
angeschlagenen Karstadt- Mutterkonzern Arcandor retten. »Wir
müssen da helfen«, sagte SPD-Chef Franz Müntefering
der Bild-Zeitung (Samstagausgabe) mit Blick auf 56 000
gefährdete Jobs. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier
sprach sich demgegenüber in der Bild am Sonntag sprach
für eine unternehmerische »Lösung für den
gesamten Kaufhaus- Bereich in Deutschland« aus. Metro-Chef
Eckhard Cordes will sich nach Informationen der Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung demnächst mit SPD-Politikern
treffen, um für eine »Deutschland Warenhaus AG«,
also für die Übernahme der Karstadt-Häuser durch
seinen Konzern, zu werben. Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wandte
sich erneut gegen dieses Konzept. Cordes wolle die Warenhäuser
erst haben und dann viele von ihnen zumachen, sagte Eick der Welt
(Dienstagausgabe). Am 12. Juni laufen bei Arcandor Kreditlinien der
Royal Bank of Scotland, der Commerzbank und der Bayern- LB
über 650 Millionen Euro aus. Eick zufolge wird der Konzern
ohne eine Staatsbürgschaft für deren Verlängerung
pleite gehen. (AFP/jW)
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