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SPD will auch Arcandor retten

Berlin. Nach dem Autobauer Opel will die SPD jetzt auch den angeschlagenen Karstadt- Mutterkonzern Arcandor retten. »Wir müssen da helfen«, sagte SPD-Chef Franz Müntefering der Bild-Zeitung (Samstagausgabe) mit Blick auf 56 000 gefährdete Jobs. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sprach sich demgegenüber in der Bild am Sonntag sprach für eine unternehmerische »Lösung für den gesamten Kaufhaus- Bereich in Deutschland« aus. Metro-Chef Eckhard Cordes will sich nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung demnächst mit SPD-Politikern treffen, um für eine »Deutschland Warenhaus AG«, also für die Übernahme der Karstadt-Häuser durch seinen Konzern, zu werben. Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wandte sich erneut gegen dieses Konzept. Cordes wolle die Warenhäuser erst haben und dann viele von ihnen zumachen, sagte Eick der Welt (Dienstagausgabe). Am 12. Juni laufen bei Arcandor Kreditlinien der Royal Bank of Scotland, der Commerzbank und der Bayern- LB über 650 Millionen Euro aus. Eick zufolge wird der Konzern ohne eine Staatsbürgschaft für deren Verlängerung pleite gehen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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