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Roma aus Kirche ­verdrängt

Berlin. 20 mit Touristenvisa eingereiste Roma aus Rumänien haben am Freitag abend die Besetzung der St.Marien-Liebfrauen-Kirche in Berlin-Kreuzberg beendet. Eine Sprecherin der Unterstützer sagte am Samstag, die zunächst in der Kirche verbliebenen 20 Menschen hätten das Gebäude nach einer Aufforderung durch den Pfarrer verlassen. Die katholische Gemeinde habe ursprünglich zugesagt, daß die Roma bis Dienstag bleiben könnten. Zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort machte die Sprecherin keine Angaben. Nach rund 24 Stunden Besetzung hatten am Freitag nachmittag 28 Roma den Gemeindesaal verlassen. Sie nahmen das Angebot des Senats an und wurden in einem Heim für Asylbewerber in Spandau untergebracht (ausführlicher Bericht folgt).

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.06.2009, Seite 4, Inland

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