-
19.05.2009
- → Inland
Telekom ließ Bankdaten ausspähen
Düsseldorf. Die Bespitzelungsaffäre bei der Telekom hat
einem Medienbericht zufolge noch größere Dimensionen als
bisher bekannt. Die Konzernsicherheit habe neben der
Ausspähung von Telefondaten über Jahre hinweg auch Konten
von Mitarbeitern, deren Angehörigen und Dritten durchleuchten
lassen, berichtete das Handelsblatt (Montagausgabe) unter Berufung
auf interne Telekom-Unterlagen und Ermittlungsakten der
Staatsanwaltschaft Bonn. Das Blatt zitierte u. a. aus einer E-Mail
eines Telekom-Angestellten vom 2. Juni 2005 an die
Konzernsicherheit. Darin habe der Mitarbeiter drei Namen und
Kontoverbindungen aufgelistet und hinzugefügt: »Bitte
Kontobewegungen prüfen.«
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland