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Josh Sellhorn ist tot

Am Sonntag ist im Jüdischen Krankenhaus Berlin der Musikwissenschaftler, Herausgeber und Konzertveranstalter Werner »Josh« Sellhorn gestorben, meldet das Buschfunk-Label. Der umtriebige Wegbereiter des Jazz in der DDR erwarb Mitte der 60er Jahre bleibende Verdienste als Initiator der Veranstaltungsreihe »Jazz-Lyrik-Prosa«. Man hat ihm damit ungezählte legendäre Auftritte zu verdanken, von Annekathrin Bürger, Eberhard Esche, Manfred Krug und vielen anderen. Mitte der 90er Jahre legte Sellhorn die Reihe neu auf. Mit beachtlichem Erfolg. Auf mittlerweile mehr als 100 Nach-Wende-Veranstaltungen brillierten Künstler wie Uschi Brüning, Ursula Karusseit oder Wiglaf Droste. Sellhorn war neben der Programmgestaltung für die Anmoderation zuständig. Das letzte Mal stand er im Februar in der ausverkauften Komischen Oper Berlin auf der Bühne. Vor kurzem hat er ein Jazz-Kompendium vollendet. Eine Autobiographie hat er nicht mehr fertig bekommen. Er wurde 79 Jahre alt. Ausführlicher Nachruf folgt.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.05.2009, Seite 12, Feuilleton

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