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19.05.2009
- → Feuilleton
Josh Sellhorn ist tot
Am Sonntag ist im Jüdischen Krankenhaus Berlin der
Musikwissenschaftler, Herausgeber und Konzertveranstalter Werner
»Josh« Sellhorn gestorben, meldet das Buschfunk-Label.
Der umtriebige Wegbereiter des Jazz in der DDR erwarb Mitte der
60er Jahre bleibende Verdienste als Initiator der
Veranstaltungsreihe »Jazz-Lyrik-Prosa«. Man hat ihm
damit ungezählte legendäre Auftritte zu verdanken, von
Annekathrin Bürger, Eberhard Esche, Manfred Krug und vielen
anderen. Mitte der 90er Jahre legte Sellhorn die Reihe neu auf. Mit
beachtlichem Erfolg. Auf mittlerweile mehr als 100
Nach-Wende-Veranstaltungen brillierten Künstler wie Uschi
Brüning, Ursula Karusseit oder Wiglaf Droste. Sellhorn war
neben der Programmgestaltung für die Anmoderation
zuständig. Das letzte Mal stand er im Februar in der
ausverkauften Komischen Oper Berlin auf der Bühne. Vor kurzem
hat er ein Jazz-Kompendium vollendet. Eine Autobiographie hat er
nicht mehr fertig bekommen. Er wurde 79 Jahre alt.
Ausführlicher Nachruf folgt.(jW)
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