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Deutschland rollt zum Mond

Deutschland muß dringend zum Mond, findet Peter Hintze von der CDU. Am Mittwoch hielt der Koordinator für Luft- und Raumfahrt im Bundeswirtschaftsministerium bei der «Ersten nationalen Konferenz zur Raumfahrt-Robotik» in Berlin die Eröffnungsrede. Robotik sei als Schlüsseltechnologie in der Raumfahrt ein »Sprungbrett« für Anwendungen auf der Erde, sagte Hintze zur Begründung zusätzlicher Fördermittel der Bundesregierung für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Deutschland müsse in Sachen Robotik schnellstmöglich an die Weltspitze, liege noch »knapp hinter Japan« auf Platz zwo. Der Weg nach ganz oben führt nach Einschätzung des parlamentarischen Staatssekretärs über den Mond. Im nächsten Jahr sollte die Nation eine unbemannte Mondmission in Angriff zu nehmen, Kostenpunkt 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro – bei fünf Milliarden für die Abwrackprämie sei das drin. 2016 könnte eine automatische Sonde mit Orbiter, Lander, Rover und Analyselabor zum Erdtrabanten geschickt werden. Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) versprach etwas allgemeiner, das »enorme Potential» der Raumfahrtindustrie werde die Volkswirtschaft »zukunftsfest» zu machen, »gegen alle Kräfte des Verharrungsvermögens«. Auf der zweitägigen Konferenz präsentieren sich deutsche Konzerne und Forschungsinstitute. JenaOptronik stellt Rendezvous- und Dockingsensoren aus, EADS einen Mondlander und das DLR den Roboter «Rollin Justin». (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.05.2009, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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