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Conti-Mitarbeiter mit Berater

Lille. Die französischen Continental-Mitarbeiter haben eine Beratungsfirma in Anspruch genommen, um ihre Vorwürfe gegen den deutschen Reifenhersteller zu untermauern. Continental nutze die bevorstehende Schließung des Werkes im nordfranzösischen Clairoix, um heimlich Arbeit ins billigere Osteuropa zu verlagern, befand die Beratungsfirma Secafi-Alpha in einem Schreiben, das AFP am Dienstag in Kopie vorlag. Die Wettbewerbsfähigkeit des Autozulieferers sei nicht bedroht. Vielmehr wolle er sein selbsterklärtes Ziel umsetzen, knapp zwei Drittel der Reifen für Autos und Kleinlaster in Billiglohnländern herstellen zu lassen.

Der französische Betriebsrat war am Dienstag zu einem Gespräch mit der Geschäftsleitung in Hannover. Die Schließung des Werks in Clairoix komme drei Continental-Werken in der Slowakei, in Rumänien und in Tschechien zugute, hieß es in dem Schreiben der französischen Beratungsfirma. Das Unternehmen hatte im März die Schließung zweier Reifenwerke in Hannover und in Clairoix angekündigt. In Frankreich verlieren dadurch 1120 Beschäftigte ihren Job. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.05.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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