Zum Inhalt der Seite

Bahn behindert Zug der Erinnerung

München. Die Organisatoren des »Zuges der Erinnerung« beklagen massive Behinderungen durch die Deutsche Bahn am Münchner Hauptbahnhof. Das Unternehmen habe mit Gummiknüppeln bewaffnete Sicherheitskräfte vor den Ausstellungswagen patrouillieren lassen, kritisierte Vereinsvorstand Hans-Rüdiger Minow am Dienstag in München. Der »martialische Auftritt« sei dazu geeignet, Bürger vom Besuch der Ausstellung abzuschrecken. Sie erinnert an die Opfer der Deportationen durch die Nazis mit der Deutschen Reichsbahn. Minow sagte, die Bahn habe kurz nach dem Auftritt des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude (SPD) bei der Ausstellungseröffnung am Montag auch sämtliche Hinweistafeln auf die Schau auf dem Bahnhofsgelände beschlagnahmt.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2009, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!