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Stahlkonzern bleibt auf Kahlschlagskurs

Düsseldorf. Trotz massiver Kritik von Gewerkschaften hält Deutschlands größter Stahlkonzern am geplanten Konzernumbau fest. »ThyssenKrupp soll künftig von einer starken Zentrale effizient geführt und gesteuert werden«, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ein strategisches Gesamtkonzept solle bis zur Aufsichtsratssitzung am 13. Mai erarbeitet werden. Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG habe in seiner Sitzung am 27. März der neuen Konzernstruktur zugestimmt, hieß es weiter. Demnach sollen die bisher fünf Sparten zu zwei zusammengeführt und einige hundert Stellen in der Verwaltung eingespart werden. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben Kosten von bis zu 500 Millionen Euro einsparen.

Die neue Struktur stößt bei Gewerkschaft und Betriebsräten auf Widerstand. Sie seien in den Prozeß nicht ausreichend eingebunden und wendeten sich gegen den Verlust der Eigenständigkeit der Sparten, hatten sie nach der Bekanntgabe des Konzernumbaus mitgeteilt. Zudem befürchteten sie betriebsbedingte Kündigungen. Außerdem werden Einschränkung der weitgehenden Stahl-Mitbestimmungen befürchtet. (AP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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