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Aus: Ausgabe vom 27.04.2009, Seite 1 / Inland

Milliardenloch im Gesundheitsfonds

Berlin. Die Krise reißt Milliardenlöcher in den neuen Gesundheitsfonds. Dessen Kassenmanager Ingo Kaluweit prognostizierte am Wochenende ein Defizit von mehr als elf Milliarden Euro bis Ende 2010. Allein die Beitragseinnahmen würden in diesem und im nächsten Jahr um sechs Milliarden Euro einbrechen. Kaluweit sagte dem Handelsblatt (Montagausgabe), neben den Einnahmeausfällen wegen steigender Arbeitslosigkeit drohten unerwartet hohe Ausgaben. Drei Milliarden Euro in diesem und vier Milliarden im nächsten Jahr seien nicht über den Fonds gedeckt.

Nach Angaben der Zeitung Die Welt (Montagausgabe) wird die Krankenversicherung wegen der Mehrausgaben mittelfristig für rund 4,5 Millionen Kassenpatienten mittelfristig teurer. Einige gesetzliche Kassen werden nach Angaben des Blattes bereits ab dem 1. Juli einen Zuschlag zum normalen Beitragssatz erheben.

(AP/AFP/jW)