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Sri Lanka bittet um internationale Hilfe

Colombo. Sri Lanka hat einen »humanitären Notstand« im Kriegsgebiet gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) eingeräumt und am Donnerstag die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Zuvor hatte das Rote Kreuz mitgeteilt, daß rund 1 000 Schwerverwundete dringend Behandlung benötigten. Allein in den vergangenen Tagen sind mehr als 100 000 Menschen vor den Kämpfen geflohen. Nach Angaben von Rotkreuzsprecherin Sarasi Wijeratne gibt es im Kampfgebiet nur zwei provisorische und unzureichend ausgestattete Notlazarette.

Der UN-Sicherheitsrat äußerte sich in einer Entschließung besorgt über die Lage. Nach UN-Schätzungen wurden bei der Offensive der Regierungstruppen in den vergangenen drei Monaten mehr als 4500 Zivilpersonen getötet. Der Sicherheitsrat forderte die tamilischen Rebellen auf, die Waffen niederzulegen und nicht länger Zivilpersonen als menschliche Schutzschilde zu mißbrauchen. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2009, Seite 1, Ausland

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