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Bosch erwartet rote Zahlen im Jahr 2009

Gerlingen. Der weltgrößte Autozulieferer Bosch erwartet wegen der dramatischen Verschärfung der Wirtschaftskrise im laufenden Jahr erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg rote Zahlen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach sagte am Donnerstag in Gerlingen bei Stuttgart, er gehe in diesem Jahr von einem Rückgang der weltweiten Autoproduktion um 15 Prozent aus. Deshalb rechne Bosch mit einem deutlichen Umsatzrückgang bis zu 15 Prozent. Nach einem extremen Gewinneinbruch im vergangenen Jahr will der Konzern vor allem im Ausland Jobs streichern. Weltweit sei die Arbeitszeit bei 93000 Beschäftigten verkürzt worden. Fehrenbach sagte, auch in Deutschland werde der Personalstand tendentiell sinken. Im ersten Quartal fuhr der Konzern bereits einen Verlust ein. Der Umsatz sei um 25 Prozent eingebrochen.

Das Unternehmen spreche mit dem Betriebsrat über eine Verschiebung der zweiten Stufe der Tariferhöhung von 2,1 Prozent ab Mai. Das Ergebnis vor Steuern war im vergangenen Jahr um 75 Prozent auf 942 Millionen Euro zurückgegangen. Das Ergebnis nach Steuern brach um 87 Prozent auf 372 Millionen Euro ein. Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 45,1 Milliarden Euro.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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