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Gegen Zwang zur ­Untersuchung

Frankfurt/Main. Gegen eine Wiedereinführung der Zwangsuntersuchung von Prostituierten hat sich die Prostituiertenorganisation Doña Carmen e.V. in einem Brief an den Präsidenten des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, gewandt. Die Sprecherin der in Frankfurt am Main ansässigen Organisation, Juanita Henning, fordert Ziercke darin auf, sich von der Forderung einer ranghohen BKA-Mitarbeiterin nach einer Wiedereinführung der routinemäßigen Zwangsuntersuchung von Prostituierten durch Gesundheitsämter zu distanzieren.

Heidemarie Rall, Leiterin des Sachgebiets »Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung« beim BKA, hat mehrfach öffentlich die Rückkehr zu den Zwangsuntersuchungen verlangt. Ihrer Ansicht nach können dadurch Opfer von Menschenhandel leichter erkannt und unterstützt werden.
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Doña Carmen erklärte dazu, die mit dem im Jahr 2000 in Kraft getretenen Infektionsschutzgesetz abgeschafften Untersuchungen hätten zuvor »ein halbes Jahrhundert lang die amtliche Diskriminierung, Stigmatisierung und Entmündigung von Frauen in der Prostitution« bewirkt.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.04.2009, Seite 15, Feminismus

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