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USA gehen auf ­Distanz zu Israel

Tel Aviv. Die USA stellen sich offen gegen die Verhandlungsposition der neuen israelischen Regierung zum Nahost-Konflikt. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung Haaretz im Internet vom Sonntag hervor. Danach erklärte das US-Außenministerium am Wochenende, die Forderung von Premier Benjamin Netanjahu, die Anerkennung Israels als »Staat desjüdischen Volkes« durch die Palästinenser sei eine Bedingung für die Wiederaufnahme von Verhandlungen, als für die USA unakzeptabel.

Washington werde weiter eine Zwei-Staaten-Lösung vorantreiben. Die Formulierung, Israel sei »Staat des jüdischen Volkes«, wurde vor etwa 18 Monaten in Gesprächen zwischen Israel und den USA verwendet. Damit sollte das palästinensische Beharren auf dem Rückkehrrecht der aus Israel Vertriebenen neutralisiert werden.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2009, Seite 6, Ausland

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