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Molkereien ­verkaufen Genmilch

Hamburg. Nach neuen Greenpeace-Analysen von Futtermittelproben lassen drei namhafte Molkereien weiterhin gentechnisch veränderte Soja aus Südamerika an Milchkühe verfüttern. Die Umweltschützer ließen Proben von Höfen untersuchen, die ihre Milch an die hochpreisigen Premiummarken »Weihenstephan«, »Bärenmarke« und »Allgäuland« liefern. Die drei Marken werben mit regionaler oder naturnaher Milchproduktion. Damit würden die Verbraucher getäuscht, kritisiert die Organisation. Die Genmanipulation von Pflanzen sei zudem eine Risikotechnologie. Die giftigen Mittel verunreinigen Trinkwasser und bedrohen die Pflanzenvielfalt. Selbst die zuständige Ministerin sei mittlerweile zu der Einsicht gekommen, daß von Genpflanzen Gefahren für die Umwelt ausgingen, wie das Verbot der Maissorte MON 810 zeige. Deswegen sei es höchste Zeit, daß die Milchwirtschaft auf derartige Futtermittel verzichte. Am heutigen Sonnabend werden Greenpeace-Aktivisten in vielen Städten vor etwa 80 Supermärkten gegen die Herstellung von Genmilch protestieren und die Verbraucher auffordern, auf gentechnikfreie Produkte umzusteigen.(PI/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.04.2009, Seite 4, Inland

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