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Molkereien verkaufen Genmilch
Hamburg. Nach neuen Greenpeace-Analysen von Futtermittelproben
lassen drei namhafte Molkereien weiterhin gentechnisch
veränderte Soja aus Südamerika an Milchkühe
verfüttern. Die Umweltschützer ließen Proben von
Höfen untersuchen, die ihre Milch an die hochpreisigen
Premiummarken »Weihenstephan«,
»Bärenmarke« und »Allgäuland«
liefern. Die drei Marken werben mit regionaler oder naturnaher
Milchproduktion. Damit würden die Verbraucher getäuscht,
kritisiert die Organisation. Die Genmanipulation von Pflanzen sei
zudem eine Risikotechnologie. Die giftigen Mittel verunreinigen
Trinkwasser und bedrohen die Pflanzenvielfalt. Selbst die
zuständige Ministerin sei mittlerweile zu der Einsicht
gekommen, daß von Genpflanzen Gefahren für die Umwelt
ausgingen, wie das Verbot der Maissorte MON 810 zeige. Deswegen sei
es höchste Zeit, daß die Milchwirtschaft auf derartige
Futtermittel verzichte. Am heutigen Sonnabend werden
Greenpeace-Aktivisten in vielen Städten vor etwa 80
Supermärkten gegen die Herstellung von Genmilch protestieren
und die Verbraucher auffordern, auf gentechnikfreie Produkte
umzusteigen.(PI/jW)
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