-
18.04.2009
- → Feuilleton
Drastik
Der Kölner Inszenierung der Oper »Samson et
Dalila« von Camille Saint-Saens (1835–1921) gehen die
Schauspieler aus. Inzwischen haben 28 von 66 Mitwirkenden des
Kölner Opern-Chores erklärt, nicht für die Premiere
zur Verfügung zu stehen, weil sie einzelne Szenen als zu
drastisch empfinden. Die in den Proben erlebten Szenen von
Vergewaltigungen und Erschießungen hätten die Musiker so
stark belastet, daß sie unter psychischen Belastungen und
Schlafstörungen litten. Der Personalrat hat die Vorbereitung
des Stücks kritisiert. So seien die Mitwirkenden u.a. nicht
angemessen auf die zentrale Szene der Massenvergewaltigung
vorbereitet worden, was dann zu mehreren Zusammenbrüchen und
»Krankmeldungen eines bisher ungeahnten Ausmaßes«
geführt habe. (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton