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Drastik

Der Kölner Inszenierung der Oper »Samson et Dalila« von Camille Saint-Saens (1835–1921) gehen die Schauspieler aus. Inzwischen haben 28 von 66 Mitwirkenden des Kölner Opern-Chores erklärt, nicht für die Premiere zur Verfügung zu stehen, weil sie einzelne Szenen als zu drastisch empfinden. Die in den Proben erlebten Szenen von Vergewaltigungen und Erschießungen hätten die Musiker so stark belastet, daß sie unter psychischen Belastungen und Schlafstörungen litten. Der Personalrat hat die Vorbereitung des Stücks kritisiert. So seien die Mitwirkenden u.a. nicht angemessen auf die zentrale Szene der Massenvergewaltigung vorbereitet worden, was dann zu mehreren Zusammenbrüchen und »Krankmeldungen eines bisher ungeahnten Ausmaßes« geführt habe. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.04.2009, Seite 12, Feuilleton

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