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Soldaten mißbrauchen Kind als Schutzschild

Genf. Israelische Soldaten haben laut einem Bericht von UN-Menschenrechtsexperten im Gaza-Krieg einen elf Jahre alten Palästinenser als menschliches Schutzschild mißbraucht. Der Vorfall stelle einen klaren Bruch israelischen und internationalen Rechts dar, sagte die UN-Gesandte zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, am Montag. Der 43seitige Untersuchungsbericht zum Gaza-Krieg führe noch viele weitere dokumentierte Menschenrechtsverletzungen auf, sagte Coomaraswamy. Im Fall des elfjährigen Jungen zwangen israelische Soldaten am 15. Januar laut dem UN-Bericht den Palästinenser, vor ihnen zu laufen, während sie in das Viertel Tel Al-Halwa von Gaza vorrückten, von wo auf sie geschossen wurde. Zudem zwangen sie den Jungen, vor ihnen in Gebäude zu gehen. Die diplomatische Vertretung Israels in Genf erklärte, die Vorwürfe würden geprüft.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.03.2009, Seite 2, Ausland

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