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Politiker »relativiert« DDR-»Unrechtsstaat«
Schwerin. Einen Sturm der Entrüstung hat der
Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering
(SPD), ausgelöst. Der gebürtige Westdeutsche sagte der
Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: »Ich verwahre mich
dagegen, die DDR als totalen Unrechtsstaat zu verdammen«. Vor
allem Politiker aus den Reihen der Landes-CDU, Sellerings
Koalitionspartner, nannten die Äußerungen
»unerträglich« und »anmaßend«.
Sellering betonte zwar, daß es keine Kontrolle durch
unabhängige Gerichte gegeben habe, weshalb zur DDR»ein
Schuß Willkür und Abhängigkeit« gehört
hätten. Zu den Stärken der DDR zählte er die
Betreuung in den Kindertagesstätten, das Bildungssystem und
die Gesundheitsversorgung.(AP/jW)
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