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Politiker »relativiert« DDR-»Unrechtsstaat«

Schwerin. Einen Sturm der Entrüstung hat der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (SPD), ausgelöst. Der gebürtige Westdeutsche sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: »Ich verwahre mich dagegen, die DDR als totalen Unrechtsstaat zu verdammen«. Vor allem Politiker aus den Reihen der Landes-CDU, Sellerings Koalitionspartner, nannten die Äußerungen »unerträglich« und »anmaßend«. Sellering betonte zwar, daß es keine Kontrolle durch unabhängige Gerichte gegeben habe, weshalb zur DDR»ein Schuß Willkür und Abhängigkeit« gehört hätten. Zu den Stärken der DDR zählte er die Betreuung in den Kindertagesstätten, das Bildungssystem und die Gesundheitsversorgung.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2009, Seite 2, Inland

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