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Kolumbien: Entschuldigung für Massaker

Bogotá. Die kolumbianische Regierung hat die Verantwortung für ein im Jahr 1990 verübtes Massaker an 43 Bauern im Nordosten des Landes übernommen. Mitte der Woche reagierte sie mit einer »Entschuldigung « auf ein Urteil des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) von 2006. Im Januar 1990 hatten Mitglieder einer ultrarechten paramilitärischen Gruppe die Ansiedlung Pueblo Bello bei Uraba an der Grenze zu Panama überfallen, sechs Dorfbewohner als Unterstützer der linken Guerilla erschossen und 37 Landarbeiter auf Lastwagen verschleppt, gefoltert und ermordet. Die LKW passierten dabei zwei Straßensperren des Militärs. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2009, Seite 6, Ausland

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