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Handball: Tod im Spiel

Schaffhausen. Der tragische Tod von Bundesliga-Handballer Sebastian Faißt hat allgemeines Entsetzen ausgelöst. Der 20 Jahre alte Junioren-Nationalspieler war im Länderspiel gegen Gastgeber Schweiz in Schaffhausen am Dienstag abend ohne Gegnereinwirkung zusammengebrochen und noch in der Halle gestorben. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion in Zürich klären. Der deutsche Mannschaftsarzt Professor Kurt Steuer und Notärzte hatten eine knappe Stunde vergeblich versucht, den Rückraumspieler nach dem Zusammenbruch in der 14. Minute zu reanimieren. Aufgrund der Symptome vermutet Steuer, dass ein Gefäß im Schädel geplatzt sein könnte. Die deutsche Mannschaft lief nach einem Tor gerade zurück in die Abwehr, als ihr Kapitän völlig unvermittelt zu Boden ging. Die Partie wurde noch einmal angepfiffen, doch dann in der 34. Minute abgebrochen. Psychologen nahmen sich den völlig schockierten und in Tränen aufgelösten Mitspielern Faißts an. Faißt, der am 7. März 21 Jahre alt geworden wäre, galt als eines der größten Talente auf der rechten Rückraumposition. Im vergangenen Jahr holte er mit der Junioren-Nationalmannschaft Silber bei der EM in Rumänien. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2009, Seite 16, Sport

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