Gegründet 1947 Montag, 25. Mai 2020, Nr. 120
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 18.02.2009, Seite 16 / Sport

Olympia: Rotstift am ­Schwarzmeer

Moskau. Die russische Regierung hat das Budget der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi am Dienstag um umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro gekürzt. Vorher waren es 9,4 Milliarden Euro. »Bei den Wettkampfstätten werden 15 Prozent eingespart«, ließ Dimitri Kosak in Moskau noch wissen. Kosak ist Olympia-Beauftragter und stellvertretender Ministerpräsident. Er kam von einer Unterredung mit Wladimir Putin, der Ende Januar noch eine Staatsgarantie für den Olympia-Haushalt abgegeben hatte. Als Ursache für den Rotstift kommt der Wertverlust des Rubels gegenüber Dollar und Euro in Frage. Seit vergangenen Sommer ist die Währung im Keller. Über das 40prozentige Minus klagte neulich auch die staatliche Olympiabaufirma Olimpstroj. Der Sturzflug wirkt sich vor allem auf den Import von Baumaterialien und Ausrüstung aus.

(sid/jW)

Kritischer, unangepasster Journalismus von links, gerade in Krisenzeiten!

Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem über Abonnements. Wenn Sie öfter und gerne Artikel auf jungewelt.de lesen, würden wir uns freuen, wenn auch Sie mit einem Onlineabo dazu beitragen, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Mehr aus: Sport