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Olympia: Rotstift am ­Schwarzmeer

Moskau. Die russische Regierung hat das Budget der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi am Dienstag um umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro gekürzt. Vorher waren es 9,4 Milliarden Euro. »Bei den Wettkampfstätten werden 15 Prozent eingespart«, ließ Dimitri Kosak in Moskau noch wissen. Kosak ist Olympia-Beauftragter und stellvertretender Ministerpräsident. Er kam von einer Unterredung mit Wladimir Putin, der Ende Januar noch eine Staatsgarantie für den Olympia-Haushalt abgegeben hatte. Als Ursache für den Rotstift kommt der Wertverlust des Rubels gegenüber Dollar und Euro in Frage. Seit vergangenen Sommer ist die Währung im Keller. Über das 40prozentige Minus klagte neulich auch die staatliche Olympiabaufirma Olimpstroj. Der Sturzflug wirkt sich vor allem auf den Import von Baumaterialien und Ausrüstung aus.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.02.2009, Seite 16, Sport

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