Zum Inhalt der Seite

Abramowitsch und Co. von Krise gerupft

Moskau. Die Krise hat Rußlands Oligarchen kräftig gerupft. Mit einem Vermögen von umgerechnet 14 Milliarden Dollar (elf Millarden Euro) ist jetzt Michail Prochorow (Stahl, Finanzgeschäfte) zum reichsten Mann des Landes gekürt worden. Obwohl der Großdealer in der Finanzkrise etwa sieben Milliarden Dollar verlor, landete er auf einer am Montag veröffentlichten Liste des russischen Magazins Finans auf dem ersten Platz. Prochorow ist eine skandalträchtige Figur: Vor zwei Jahren wurde er wegen des Verdachts der Zuhälterei in dem französischen Skiort Courchevel vorübergehend festgenommen.

»Vorjahressieger« Oleg Deripaska (Aluminium, Bau) verlor 90 Prozent seines Vermögens und landete mit den verbleibenden 4,9 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) auf Rang acht. Roman Abramowitsch (Finanzen, diverse Geschäfte und Inhaber von Chelsea London) hielt sich trotz eines von 23 auf 13,9 Milliarden Dollar geschrumpften Vermögens auf Platz drei. Insgesamt hat sich die Zahl der Dollarmillionäre in Rußland durch die Wirtschaftskrise im Vergleich zum Vorjahr laut Finans halbiert.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!